Eine Adresse, ein Name auf einem Grabstein, ein Geschäft, das es noch gibt. Wir begleiten Nachkommen Wiener Familien bei der Suche nach dem, was geblieben ist. Mit Vorbereitung, mit Zeit, und mit dem Wissen, wann man besser schweigt.
Eine jüdische Stadtführung erzählt die Geschichte Wiens. Eine Spurensuche erzählt die Geschichte Ihrer Familie, und Wien ist der Ort, an dem sie stattgefunden hat.
Der Unterschied beginnt lange vor dem ersten Tag. Wir lesen Meldeunterlagen, Datenbanken und Matriken, bevor wir losgehen. Erst wenn wir wissen, wohin wir gehen, gehen wir. Und dann gehen wir langsam.
Meldeunterlagen, DoeW-Datenbanken, Matriken, Friedhofsdatenbank, Nationalfonds. Sie erfahren vorher, was wir gefunden haben und was nicht.
Die Wohnung, die Schule, der Betrieb. Wo es möglich ist, fragen wir vorher, ob wir ins Stiegenhaus dürfen.
Tor I und Tor IV am Zentralfriedhof, der Währinger Friedhof. Wir suchen das Grab vorab und legen den Tag um die Öffnungszeiten.
Wenn Sie selbst suchen wollen, begleiten wir Sie ins Wiener Stadt- und Landesarchiv, lesen alte Schrift und übersetzen.
In Wien gibt es keine Stolpersteine, sondern Steine der Erinnerung. Wir stellen den Kontakt zu den Vereinen her und begleiten eine Verlegung.
Knize am Graben, Altmann und Kühne, das Looshaus, gebaut für Goldman und Salatsch. Wo das Wien Ihrer Familie noch steht, gehen wir hin.
Erzählen Sie uns, was Sie wissen. Namen, ungefähre Jahre, eine Adresse, ein Foto, eine Erzählung aus der Familie. Auch Bruchstücke genügen für den Anfang.
Ein bis zwei Wochen Recherche. Sie bekommen eine Zusammenfassung mit Quellenangaben, damit Sie wissen, worauf sich jede Angabe stützt.
Ein Ablauf über einen, zwei oder drei Tage, abgestimmt auf Öffnungszeiten, Feiertage und darauf, wie viel Sie an einem Tag tragen möchten.
Martha oder eine Kollegin begleitet Sie, auf Deutsch oder Englisch. Wir gehen in Ihrem Tempo. Fotografiert wird nur, wenn Sie es möchten.
Sie bekommen die Dokumente, die Fotos und eine schriftliche Zusammenfassung. Was offen geblieben ist, steht ebenfalls darin.

In Wien liegen keine Stolpersteine. Hier liegen Steine der Erinnerung, verlegt von Vereinen, die die Namen recherchieren und die Verlegung mit den Familien vorbereiten.
Wenn es einen Stein gibt, gehen wir hin. Und wir bleiben, so lange Sie bleiben möchten. Auf einem Stein steht ein Name, ein Jahr und der Ort, an dem ein Leben geendet hat. Mehr braucht es nicht, damit ein Mensch wieder zur Stadt gehört.
Manches in Wien braucht Vorlauf, und manches lässt sich nicht beschleunigen. Deshalb sagen wir es lieber vorher.
Ein Friedhofsbesuch ist deshalb kein Punkt, den man einschiebt, sondern der Fixpunkt, um den herum wir die Reise bauen. Und manchmal findet man nichts. Auch das sagen wir vorher.
Zuletzt waren wir anderthalb Tage mit einer Familie aus den Vereinigten Staaten unterwegs, sechs Personen aus drei Generationen, auf der Suche nach der Geschichte des Vaters in Wien.
Was wir gefunden haben, steht hier nicht. Das gehört ihnen.
Am besten mit dem, was Sie schon wissen. Wir antworten persönlich und sagen Ihnen offen, was sich in Wien finden lässt und was nicht. Ein Preis entsteht erst, wenn wir wissen, wie viel Arbeit vor uns liegt.
Wenn Sie zunächst die jüdische Geschichte Wiens kennenlernen möchten, ohne eigene Familiengeschichte: Dafür haben wir die Spezialführung Wien JÜDISCH.