Spurensuche

Ihre Familie in Wien

Eine Adresse, ein Name auf einem Grabstein, ein Geschäft, das es noch gibt. Wir begleiten Nachkommen Wiener Familien bei der Suche nach dem, was geblieben ist. Mit Vorbereitung, mit Zeit, und mit dem Wissen, wann man besser schweigt.

Das ist keine Stadtführung

Eine jüdische Stadtführung erzählt die Geschichte Wiens. Eine Spurensuche erzählt die Geschichte Ihrer Familie, und Wien ist der Ort, an dem sie stattgefunden hat.

Der Unterschied beginnt lange vor dem ersten Tag. Wir lesen Meldeunterlagen, Datenbanken und Matriken, bevor wir losgehen. Erst wenn wir wissen, wohin wir gehen, gehen wir. Und dann gehen wir langsam.

Manchmal ist der wichtigste Moment einer solchen Reise, zwanzig Minuten schweigend vor einer Haustür zu stehen.
Spurensuche in Wien

Was wir für Sie tun

Recherche vor der Reise

Meldeunterlagen, DoeW-Datenbanken, Matriken, Friedhofsdatenbank, Nationalfonds. Sie erfahren vorher, was wir gefunden haben und was nicht.

Die Adressen

Die Wohnung, die Schule, der Betrieb. Wo es möglich ist, fragen wir vorher, ob wir ins Stiegenhaus dürfen.

Der Friedhof

Tor I und Tor IV am Zentralfriedhof, der Währinger Friedhof. Wir suchen das Grab vorab und legen den Tag um die Öffnungszeiten.

Im Archiv

Wenn Sie selbst suchen wollen, begleiten wir Sie ins Wiener Stadt- und Landesarchiv, lesen alte Schrift und übersetzen.

Ein Stein der Erinnerung

In Wien gibt es keine Stolpersteine, sondern Steine der Erinnerung. Wir stellen den Kontakt zu den Vereinen her und begleiten eine Verlegung.

Was es noch gibt

Knize am Graben, Altmann und Kühne, das Looshaus, gebaut für Goldman und Salatsch. Wo das Wien Ihrer Familie noch steht, gehen wir hin.

Wie ein Besuch entsteht

1

Ihr Brief

Erzählen Sie uns, was Sie wissen. Namen, ungefähre Jahre, eine Adresse, ein Foto, eine Erzählung aus der Familie. Auch Bruchstücke genügen für den Anfang.

2

Wir suchen

Ein bis zwei Wochen Recherche. Sie bekommen eine Zusammenfassung mit Quellenangaben, damit Sie wissen, worauf sich jede Angabe stützt.

3

Wir schlagen vor

Ein Ablauf über einen, zwei oder drei Tage, abgestimmt auf Öffnungszeiten, Feiertage und darauf, wie viel Sie an einem Tag tragen möchten.

4

Die Tage in Wien

Martha oder eine Kollegin begleitet Sie, auf Deutsch oder Englisch. Wir gehen in Ihrem Tempo. Fotografiert wird nur, wenn Sie es möchten.

5

Danach

Sie bekommen die Dokumente, die Fotos und eine schriftliche Zusammenfassung. Was offen geblieben ist, steht ebenfalls darin.

Martha Tretter kniet in einer Wiener Gasse vor vier Steinen der Erinnerung im Pflaster
Steine der Erinnerung in einer Wiener Gasse

Steine der Erinnerung

In Wien liegen keine Stolpersteine. Hier liegen Steine der Erinnerung, verlegt von Vereinen, die die Namen recherchieren und die Verlegung mit den Familien vorbereiten.

Wenn es einen Stein gibt, gehen wir hin. Und wir bleiben, so lange Sie bleiben möchten. Auf einem Stein steht ein Name, ein Jahr und der Ort, an dem ein Leben geendet hat. Mehr braucht es nicht, damit ein Mensch wieder zur Stadt gehört.

Was wir Ihnen vorher sagen

Manches in Wien braucht Vorlauf, und manches lässt sich nicht beschleunigen. Deshalb sagen wir es lieber vorher.

Ein Friedhofsbesuch ist deshalb kein Punkt, den man einschiebt, sondern der Fixpunkt, um den herum wir die Reise bauen. Und manchmal findet man nichts. Auch das sagen wir vorher.

Ein Beispiel

Zuletzt waren wir anderthalb Tage mit einer Familie aus den Vereinigten Staaten unterwegs, sechs Personen aus drei Generationen, auf der Suche nach der Geschichte des Vaters in Wien.

Was wir gefunden haben, steht hier nicht. Das gehört ihnen.

Schreiben Sie uns

Am besten mit dem, was Sie schon wissen. Wir antworten persönlich und sagen Ihnen offen, was sich in Wien finden lässt und was nicht. Ein Preis entsteht erst, wenn wir wissen, wie viel Arbeit vor uns liegt.

Wenn Sie zunächst die jüdische Geschichte Wiens kennenlernen möchten, ohne eigene Familiengeschichte: Dafür haben wir die Spezialführung Wien JÜDISCH.