Um 1900 experimentierte der Chirurgiemechaniker Erwin Perzy mit wassergefüllten Glaskugeln, um das Licht von Glühbirnen zu verstärken. Statt einer besseren Lampe entstand die Schneekugel: eine Miniatur der Basilika von Mariazell, Wasser, weißes Pulver, das langsam sinkt. Das Patent war der Anfang einer Manufaktur, die bis heute in der Familie ist.
In der Schumanngasse in Hernals werden die Kugeln nach wie vor von Hand gefüllt und verschlossen. Ein kleines Museum zeigt die Geschichte, der Showroom die Vielfalt: vom Stephansdom bis zur Kugel für das Weiße Haus. Das Rezept des Schnees ist übrigens geheim.
