Carl Auböck kam vom Bauhaus nach Wien zurück und machte aus der Gürtlerwerkstatt seines Vaters ein Atelier für Dinge, die man gern in die Hand nimmt: Briefbeschwerer aus Messing, Korkenzieher mit Horngriff, Schalen, Flaschenöffner, Kerzenhalter. Schlicht, warm, mit dem Gewicht von echtem Material.
Die Werkstätte in der Bernardgasse ist ein Ort, an dem seit 1912 nichts weggeworfen wurde: Formen, Modelle, Skizzen, alles noch da. Carl Auböck IV führt den Betrieb und öffnet ihn nur mit Termin, dann aber mit Zeit und Geschichten über Wiener Design, das lange vor dem Wort Design entstanden ist.
