Das Handwerk der Zuckerlmacher war in Wien fast verschwunden. In der Herrengasse wird es wieder gezeigt, und zwar so, dass man es sehen kann: Der Zucker wird auf der Marmorplatte geknetet, gefärbt, zu einem dicken Strang gelegt und dann gezogen, bis er dünn genug ist, um in kleine Stücke geschnitten zu werden. In jedem Zuckerl steckt ein Bild oder ein Wort, das erst beim Durchschneiden sichtbar wird.
Es duftet nach Himbeere und Zitrone, es ist warm, und die Gäste stehen mit großen Augen an der Scheibe, Kinder wie Erwachsene. Ein Handwerk, das man nicht erklären muss, weil man es riecht.
