Emil Altmann und Ernst Kühne eröffneten 1928 ihre Confiserie am Graben, und sie hatten eine Idee, die bis heute trägt: Pralinen so klein wie Fingerkuppen, von Hand gemacht, verpackt in Schachteln, die aussehen wie Kommoden, Hutschachteln oder Bonbonnieren aus dem Puppenhaus. Die Entwürfe kamen aus dem Umfeld der Wiener Werkstätte, die Ladenfront gestaltete Josef Hoffmann.
1938 mussten die jüdischen Gründer nach New York fliehen, eine Mitarbeiterin führte das Geschäft durch die Jahre, und so steht es heute noch da, winzig, elegant, ein bisschen aus der Zeit gefallen. Wer eine Schachtel kauft, kauft ein Stück Wiener Designgeschichte, das man essen kann.
